Esther Sedlaczek vom Sky-Casting bis zur ARD-Moderation

Esther Sedlaczek

Esther Sedlaczeks Einstieg ins Fernsehen führte nach mehreren Studienrichtungen und einer Moderatorenausbildung über ein offenes Casting von Sky. Nach unterschiedlichen Studienrichtungen und einer professionellen Moderatorenausbildung nahm sie an einem offenen Casting von Sky teil. Unter rund 2.700 Bewerberinnen und Bewerbern setzte sie sich durch und arbeitete anschließend etwa zehn Jahre für den Sender.

Seit August 2021 moderiert sie Sportübertragungen für die ARD. Ihr Tätigkeitsfeld reicht inzwischen von Fußball und internationalen Sportereignissen bis zu Quiz- und Familienformaten. Der Sender verlängerte ihren Vertrag 2025 bis einschließlich 2029. Neben ihrer beruflichen Entwicklung hat Sedlaczek öffentlich über Familie, Leistungsdruck, soziale Medien und ihre Erfahrungen als Frau in der Fußballberichterstattung gesprochen.

FeldAngaben
HerkunftOst-Berlin
BerufSportmoderatorin und Journalistin
Beruflicher SchwerpunktLive-Sport und Fußballberichterstattung
Frühere StationSky
Aktueller SenderARD
StudiumModejournalismus, Medienkommunikation sowie Politik- und Verwaltungswissenschaften
ModeratorenausbildungZIV

Herkunft, Ausbildung und frühe Eigenständigkeit

Etablierte Medien geben 1985 als ihr Geburtsjahr und Ost-Berlin als Geburtsort an. Sie wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf und beschrieb sich rückblickend als Schlüsselkind, das früh lernen musste, den eigenen Alltag zu organisieren. In Interviews führte sie ihre Disziplin und Selbstständigkeit auch auf das Vorbild ihrer Mutter zurück.

Ihr biologischer Vater ist der Schauspieler Sven Martinek. Sedlaczek schilderte in einem persönlichen Sky-Interview, dass sie ihn im Alter von 16 Jahren zunächst telefonisch kennenlernte. In einer 2024 veröffentlichten Aussage beschrieb sie das Verhältnis als freundschaftlich und sagte, dass sie ihn Sven und nicht Papa nenne. Beide Angaben beruhen auf ihren eigenen öffentlichen Schilderungen.

Auch ihre Ausbildung verlief in mehreren Etappen. Zunächst studierte sie Modejournalismus und Medienkommunikation. Später beschäftigte sie sich akademisch mit Politik- und Verwaltungswissenschaften. Hinzu kam eine Moderatorenausbildung am ZIV.

Der Berufseinstieg über das Sky-Casting

Der entscheidende Einstieg in den Sportjournalismus gelang Sedlaczek durch ein offenes Casting von Sky. Nach ihren eigenen Angaben nahmen rund 2.700 Menschen an dem Auswahlverfahren teil. Sie setzte sich durch und begann daraufhin ihre Tätigkeit als Sportmoderatorin.

In den folgenden rund zehn Jahren moderierte sie bei Sky vor allem Fußballübertragungen.

Der Wechsel zur ARD ab 2021

Im März 2021 gab die ARD offiziell bekannt, dass Esther Sedlaczek zum Moderationsteam des Senders wechseln werde. Ihre neue Aufgabe begann im August desselben Jahres. Seitdem präsentiert sie unter anderem die Fußball-Bundesliga-Berichterstattung und weitere große Sportübertragungen.

Der Wechsel bedeutete einen neuen Abschnitt nach etwa zehn Jahren bei Sky. Sedlaczek übernahm nun eine feste Rolle im öffentlich-rechtlichen Fernsehen und erreichte mit den national ausgestrahlten Sendungen ein breites Publikum. Sport blieb dabei nach ihrer eigenen Aussage der wichtigste Bereich ihrer beruflichen Arbeit.

Im Januar 2025 teilte die ARD mit, dass die Zusammenarbeit langfristig fortgesetzt wird. Ihr Vertrag läuft bis einschließlich 2029. Damit ist ihre Position beim Sender nicht nur durch regelmäßige Auftritte, sondern auch durch eine mehrjährige offizielle Vereinbarung abgesichert.

Ausbau des Moderationsprofils über den Fußball hinaus

Neben der laufenden Fußballberichterstattung übernahm Sedlaczek Aufgaben bei mehreren internationalen Sportereignissen. Bei den European Championships 2022 in München gehörte sie zum Moderationsteam der ARD. Am 2. Dezember 2023 führte sie gemeinsam mit Pedro Pinto durch die Endrundenauslosung zur Fußball-Europameisterschaft 2024.

Während der Olympischen Spiele 2024 in Paris präsentierte sie die ARD-Berichterstattung gemeinsam mit Alexander Bommes. Damit umfassten ihre ARD-Einsätze neben dem Vereinsfußball auch internationale Multisportveranstaltungen.

Parallel dazu wurde ihr Moderationsprofil breiter. Seit 2022 führt sie durch ein Quizformat der ARD, seit 2023 außerdem durch eine große Familiensendung des WDR. Dabei arbeitet sie außerhalb des klassischen Stadionumfelds, ohne ihre Aufgaben im Sport aufzugeben.

Ende 2024 erhielt sie zudem journalistische Anerkennung. Bei der Wahl des „medium magazins“ zu den Journalistinnen und Journalisten des Jahres 2024 belegte sie in der Kategorie Sport den ersten Platz.

Vorbereitung, Livearbeit und fachliche Haltung

Sedlaczek beschreibt Livefernsehen als einen Bereich, der ihr wegen seiner Unmittelbarkeit und Authentizität besonders liegt. Im Unterschied zu vollständig aufgezeichneten Produktionen lassen sich Reaktionen, Gespräche und Abläufe dort nicht beliebig wiederholen. Gerade diese offene Situation gehört für sie zum Reiz der Arbeit.

Vor großen Sportveranstaltungen bereitet sie sich nach eigener Aussage gründlich vor. Während der Sendungen nutzt sie nach eigener Aussage auch kurze Pausen gezielt. Vor den European Championships in München erklärte sie, dass ihr die Erfahrung im Fußball und Beachvolleyball eine gute fachliche Grundlage gebe.

Öffentlich hat sie sich außerdem mit der Rolle von Frauen in der Fußballberichterstattung beschäftigt. In einem Gespräch mit der Spielvereinigung Unterhaching berichtete sie von sexistischen Kommentaren auf Instagram. Bemerkungen über ihr Aussehen beeinträchtigen nach ihrer Aussage jedoch nicht ihr Vertrauen in die eigene fachliche Kompetenz.

Den Einfluss sozialer Medien betrachtet sie auch über ihre persönlichen Erfahrungen hinaus kritisch. In einem autorisierten Interview äußerte sie die Sorge, dass digitale Plattformen bei jungen Menschen künstliche Bedürfnisse und unrealistische Idealbilder erzeugen könnten.

Familie, Beruf und persönliche Entwicklung

Im Oktober 2025 sagte Sedlaczek in einem Radiogespräch, dass sie mit ihrem Ehemann und drei Kindern in München lebe. Ihr zweiter Sohn wurde am 22. Juli 2025 geboren. Die Geburt bestätigte sie anschließend selbst und teilte mit, dass es der Familie gut gehe.

Die Verbindung von Beruf und Familienalltag beschreibt sie als anspruchsvoll, aber zugleich bereichernd. Zudem sagte sie, dass sich berufliche Termine gelegentlich wie eine Pause vom Familienalltag anfühlten.

Die Mutterschaft habe bei ihr persönliche Entwicklungsprozesse ausgelöst. Auch die frühe Selbstständigkeit und die Disziplin ihrer Mutter nennt sie als wichtige Einflüsse. In einem Gespräch bei Bayern 1 bezeichnete sie sich selbst als „Glückskind“.

Umgang mit beruflichem Druck und psychischer Belastung

In einem direkten Interview vom Juni 2026 sprach Sedlaczek über eine psychisch schwierige Phase im Jahr 2020. Sie berichtete von einer Panikattacke, nach der ein Rettungswagen gerufen wurde und sie in einer Notaufnahme behandelt wurde. Anschließend habe sie mehrere Wochen unter Angst und starkem innerem Druck gelitten.

Als belastenden Faktor nannte sie ihren eigenen Anspruch, möglichst alles richtig machen zu müssen.

Bei der Bewältigung halfen ihr nach eigener Darstellung eine Therapie, Sport und Yoga. Rückblickend vermutete sie selbst, dass eine Wochenbettdepression eine Rolle gespielt haben könnte; als medizinisch bestätigte Diagnose ist dies öffentlich nicht belegt.

Im Februar 2026 wirkte sie an einer Dokumentation des Bayerischen Rundfunks über Druck, innere Leere und depressive Phasen nach Olympischen Spielen mit.

Aktuelle Aufgaben und bestätigte Termine 2026

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 gehörte Sedlaczek zum offiziellen Team der ARD. Als Stadionmoderatorin präsentierte sie gemeinsam mit Bastian Schweinsteiger die jeweiligen Topspiele aus den Stadien.

Für den 31. August 2026 ist außerdem ihre erstmalige Moderation des SPORT BILD Awards angekündigt. Wenige Tage später, am 4. September 2026, soll sie gemeinsam mit Florian Silbereisen durch die Verleihung der Goldenen Henne führen. Beide Termine waren am 15. August 2026 offiziell angekündigt, hatten zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht stattgefunden.

Auch im Familienprogramm des WDR bleibt sie präsent. Für den 12. September 2026 war eine weitere Ausgabe ihres dortigen Moderationsformats vorgesehen. Die verschiedenen Aufgaben ergänzen ihre laufende Sportberichterstattung und fallen in die bis 2029 vereinbarte Vertragsphase mit der ARD.

Vom offenen Casting zur langfristigen ARD-Rolle

Der bis einschließlich 2029 laufende ARD-Vertrag bildet den langfristigen Rahmen für Sedlaczeks weitere Arbeit. Ihr Moderationsprofil umfasst vor allem Fußball und Live-Sport, inzwischen aber auch Quiz- und Familienformate.

Interviews über ihre Vorbereitung, den Familienalltag und psychische Belastungen ergänzen die dokumentierten Karrierestationen um ihre eigene Perspektive.

Weitere Informationen finden Sie unter Querluften.

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