Elisabeth Grupp ist seit Jahrzehnten operativ bei Trigema tätig. Ihr am klarsten dokumentierter Verantwortungsbereich ist der Direktvertrieb über die unternehmenseigenen Testgeschäfte, den sie seit 1988 leitet. Auch nach dem Generationswechsel bei dem Familienunternehmen blieb dieser Geschäftsbereich in ihrer Verantwortung. Aktuelle Berichte aus dem Jahr 2026 zeigen, dass sie weiterhin persönlich in die Entwicklung und Betreuung der Standorte eingebunden ist.
Ihr beruflicher Weg begann allerdings nicht im Textilhandel. Grupp studierte zunächst Medizin in Graz, bevor sie nach Deutschland zog und bei Trigema eine langfristige Aufgabe im Verkauf übernahm. Neben ihrer operativen Arbeit ist sie heute Gesellschafterin des Unternehmens und beteiligt sich an öffentlichen Gesprächen über Unternehmensnachfolge und langfristige Führung.
| Field | Details |
|---|---|
| Name | Elisabeth Grupp |
| Unternehmen | Trigema |
| Beruflicher Schwerpunkt | Direktvertrieb und Testgeschäfte |
| Ausbildung | Medizinstudium in Graz |
| Unternehmensrolle | Gesellschafterin; aktuell bei Trigema unter „Geschäftsführer und Gesellschafter“ geführt |
| Öffentliches Engagement | Wolfgang und Elisabeth Grupp Stiftung |
| Professionelles Netzwerk | Club europäischer Unternehmerinnen |
Vom Medizinstudium zum Textilhandel
Elisabeth Grupp absolvierte 1984 ihre Matura am Benediktiner-Gymnasium Admont in der Steiermark. Anschließend studierte sie von 1984 bis 1987 in Graz. In einem Interview mit den Stuttgarter Nachrichten bestätigte sie 2017 selbst, dass es sich dabei um ein Medizinstudium handelte.
1987 zog Grupp nach Deutschland. Schon im folgenden Jahr begann der berufliche Abschnitt, der ihre öffentliche Tätigkeit bis heute prägt: Sie übernahm Verantwortung für den Direktvertrieb bei Trigema.
Im Interview von 2017 sprach sie selbst darüber, wie sie den Wechsel erlebt hatte. Sie erklärte, Freude am Verkauf von Textilien gefunden zu haben und beschrieb Begeisterungsfähigkeit als entscheidend dafür, sich auf unterschiedliche Aufgaben einzulassen. Ihre eigenen Aussagen beschreiben den Wechsel vor allem als berufliche Neuorientierung, bei der sie im Textilverkauf eine Tätigkeit fand, für die sie sich begeistern konnte.
Seit 1988 verantwortlich für den Trigema-Direktvertrieb
Der zentrale Bestandteil von Elisabeth Grupps Laufbahn bei Trigema ist der Direktvertrieb. Das Unternehmen bestätigte 2023 offiziell, dass sie diesen Bereich zu diesem Zeitpunkt seit mehr als 35 Jahren leitete. Ein professionelles Profil des Clubs europäischer Unternehmerinnen nennt 1988 als Beginn dieser Tätigkeit.
Ihre Arbeit ist eng mit den sogenannten Testgeschäften des Unternehmens verbunden. Diese Standorte bilden den stationären Direktvertrieb von Trigema und sind seit Jahrzehnten ihr klar dokumentierter Verantwortungsbereich.
Damit besitzt Grupp eine eigenständige operative Funktion innerhalb des Familienunternehmens, die lange vor dem späteren Generationswechsel begann. Während Wolfgang Grupp senior über viele Jahre besonders stark öffentlich mit der Marke verbunden war, lag ein wesentlicher Teil des stationären Verkaufs in Elisabeth Grupps Zuständigkeit.
Als Trigema im November 2023 die bevorstehende Unternehmensübergabe bekannt gab, wurde zugleich ausdrücklich festgehalten, dass sie diese Aufgabe weiterführen sollte. Ihre Verantwortung für den Direktvertrieb war also nicht lediglich ein historischer Teil ihrer Karriere, sondern blieb auch nach der Neuordnung des Unternehmens bestehen.
Wie Elisabeth Grupp die Testgeschäfte betreut
Die Leitung der Testgeschäfte umfasst nach dokumentierten Einblicken auch praktische Arbeit an den Standorten. Der SWR berichtete 2023, dass Grupp jedes Testgeschäft zweimal pro Jahr besuchte und dort gemeinsam mit den Beschäftigten an der Gestaltung der Verkaufsräume arbeitete.
Diese konkrete Besuchsfrequenz ist für 2023 belegt. Neuere Berichte zeigen jedoch unabhängig davon, dass sie auch 2026 weiterhin persönlich mit der Entwicklung des Filialnetzes befasst war.
Im Juni 2026 begleitete die Rhein-Zeitung Elisabeth Grupp durch ein damals noch nicht eröffnetes Testgeschäft im Gewerbepark Mülheim-Kärlich. In der Berichterstattung wurde sie als Gesellschafterin sowie Leiterin des Direktvertriebs und der Testgeschäfte bezeichnet.
Wenige Tage später erläuterte sie gegenüber der Zeitung auch die Standortstrategie des Unternehmens. Dabei ging es insbesondere darum, warum Trigema seine Testgeschäfte häufig nicht in klassischen Innenstadtlagen eröffnet. Der neue Standort in Mülheim-Kärlich sollte laut der damaligen Berichterstattung am 3. Juli 2026 als 44. Trigema-Filiale eröffnen.
Die Berichte geben damit einen aktuellen Einblick in ihre Tätigkeit: Grupp ist nicht nur über eine formelle Unternehmensposition mit dem Direktvertrieb verbunden, sondern tritt weiterhin bei konkreten Standortprojekten und Fragen des stationären Verkaufs auf.
Ihre Rolle nach dem Generationswechsel bei Trigema
Ein wichtiger Einschnitt für die Eigentümerstruktur von Trigema erfolgte zum 1. Januar 2024. Das Unternehmen hatte bereits im November 2023 angekündigt, dass Wolfgang Grupp senior die Verantwortung an seine Frau Elisabeth sowie die Kinder Bonita und Wolfgang Grupp junior übergeben werde.
In dieser ursprünglichen Mitteilung wurden die Aufgaben innerhalb der nächsten Generation differenziert beschrieben. Wolfgang Grupp junior sollte persönlich haftender Gesellschafter und Geschäftsführer werden, Bonita Grupp Mitglied der Geschäftsführung. Elisabeth Grupp wurde als Gesellschafterin genannt, die weiterhin die Testgeschäfte und den Direktvertrieb verantwortet. Auch die IHK Reutlingen berichtete über diese Nachfolgeregelung.
Die heutige Unternehmensdarstellung geht bei ihrer Funktionsbezeichnung weiter. Auf der aktuellen Trigema-Seite wird Elisabeth Grupp gemeinsam mit Bonita Grupp und Wolfgang Grupp junior unter der Überschrift „Geschäftsführer und Gesellschafter“ geführt. Auch ihr Profil beim Club europäischer Unternehmerinnen bezeichnet sie als Geschäftsführerin.
Die Nachfolgemitteilung von 2023 bezeichnete sie für die Zeit ab Januar 2024 als Gesellschafterin mit Verantwortung für den Direktvertrieb; die aktuelle Unternehmensdarstellung führt sie inzwischen zusätzlich unter den Geschäftsführern.
Ihre langjährige Zuständigkeit für den Direktvertrieb blieb davon unberührt.
Welche Werte ihre Arbeit im Familienunternehmen prägen
Elisabeth Grupp hat sich in mehreren Interviews selbst zu ihrer Vorstellung von Familienunternehmen und langfristiger Unternehmensführung geäußert.
In einem FOCUS-Interview von 2019 beschrieb sie ein Familienunternehmen sinngemäß als langfristiges Lebensmodell. Im Gegensatz zu kurzfristigem finanziellen Erfolg betonte sie den verantwortungsvollen Umgang mit erwirtschafteten Gewinnen und eine stabile Entwicklung über längere Zeiträume.
Zu den Werten, die sie in diesem Zusammenhang ausdrücklich nannte, gehörten Beständigkeit, Zuverlässigkeit, Qualität, Nachhaltigkeit und Verantwortung.
Auch die Verbindung zwischen Familie und beruflichen Entscheidungen thematisierte sie. Nach ihrer damaligen Darstellung wurden Probleme gemeinsam besprochen. Auf eine formelle Familiencharta könne die Familie aus ihrer Sicht verzichten, weil die Zusammenarbeit auf Vertrauen basiere.
Beim bevorstehenden Generationswechsel äußerte sich Grupp 2023 erneut zu diesem Thema. In der offiziellen Mitteilung von Trigema erklärte sie, dass die im Unternehmen gelebten Werte auch an die nächste Generation weitergegeben worden seien. Gleichzeitig betonte sie ihr Vertrauen in die Kinder und kündigte an, diese weiterhin zu unterstützen.
Ihre Aussagen zu Unternehmensführung sind damit vor allem durch langfristige Verantwortung, direkte Abstimmung und Kontinuität geprägt. Sie stammen aus unterschiedlichen Jahren und dokumentieren ihre jeweils öffentlich geäußerte Sicht auf die Führung des Familienunternehmens.
Stiftung, Unternehmensnachfolge und öffentliches Engagement
Neben ihrer Arbeit bei Trigema ist Elisabeth Grupps Name mit der Wolfgang und Elisabeth Grupp Stiftung verbunden. Trigema beschreibt sie als gemeinnützige Stiftung, die unter anderem Vereine, soziale Einrichtungen und Menschen in akuten Notlagen in Burladingen und der Umgebung unterstützt.
Ein konkretes Beispiel wurde 2025 von der Stadt Burladingen dokumentiert. Die Stiftung stellte 500.000 Euro für die Erweiterung des Kinder- und Familienzentrums Jahnstraße bereit. Elisabeth Grupp nahm gemeinsam mit Wolfgang Grupp am Spatenstich teil.
Anfang 2026 berichtete die Stadt außerdem über eine weitere Förderung: 10.000 Euro aus der Stiftung trugen zur Anschaffung eines neuen Baggers für den städtischen Bauhof bei. Bei diesen Förderungen handelt es sich um Aktivitäten der gemeinsamen Stiftung beziehungsweise der Familie Grupp. Die öffentlichen Angaben schreiben die einzelnen Entscheidungen nicht Elisabeth Grupp allein zu.
Auch das Thema Unternehmensnachfolge gehört inzwischen zu ihren öffentlichen Aktivitäten. Im Mai 2025 nahm sie gemeinsam mit weiteren Mitgliedern der Trigema-Inhaberfamilie an einer Podiumsdiskussion des Clubs europäischer Unternehmerinnen in Hamburg teil. Im Mittelpunkt standen Unternehmerdynastien und erfolgreiche Unternehmensnachfolge.
Eine weitere aktuelle Unternehmensposition ist über die menschenrechtliche Grundsatzerklärung von Trigema dokumentiert. Die Erklärung mit Stand Juli 2026 trägt neben den Namen weiterer Mitglieder der Familie Grupp auch Elisabeth Grupps Namen. Sie behandelt unter anderem Menschenrechte, Arbeitsbedingungen, soziale Verantwortung und Standards innerhalb der Lieferkette. Da es sich um eine gemeinschaftliche Unternehmensgrundsatzerklärung handelt, stehen die darin formulierten Positionen für das Unternehmen und die unterzeichnende Familie insgesamt.
Elisabeth Grupp bleibt operativ im Trigema-Direktvertrieb aktiv
Elisabeth Grupps eigenständige berufliche Rolle bei Trigema ist vor allem durch ihre seit 1988 dokumentierte Verantwortung für den Direktvertrieb geprägt. Der Generationswechsel zum Jahr 2024 veränderte ihre Stellung im Unternehmen, nicht aber diesen langjährigen Aufgabenbereich. Berichte aus dem Jahr 2026 dokumentieren weiterhin ihre praktische Beteiligung an den Testgeschäften.
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